Studie: Europas Windräder könnten die ganze Welt mit Energie versorgen

Studie: Europas Windräder könnten die ganze Welt mit Energie versorgen

Bild: giSpate / Shutterstock.com

Europa könnte alleine mit Windrädern den Energiebedarf der ganzen Welt decken. Das wollen zumindest Forscher der Universität von Sussex und der Universität Aarhus herausgefunden haben. Laut ihnen wären 46 Prozent der europäischen Landfläche dazu geeignet, Windräder aufzustellen.

Windenergie gilt gemeinsam mit Photovoltaik als Schlüsseltechnologie der Energiewende.

Europa könnte die ganze Welt mit Strom versorgen

In der Studie haben die Forscher ausgerechnet, wenn Europa seine ganzen Kapazitäten für Onshore-Windparks also Windparks an Land ausnützen würde, könnte der Kontinent bis 2050 den gesamten Energiebedarf der Welt decken. Ihren Berechnungen zufolge, könnte man bei uns elf Millionen zusätzliche Windräder auf einer Fläche von fast fünf Millionen Quadratkilometern errichten. In ihrer Studie haben sie auch berücksichtigt, dass es von Anrainern immer wieder Proteste gegen Windparkprojekte gibt. Sie haben deswegen nur unbesiedelte Flächen als geeignet eingestuft und einen Abstand von einen Kilometer zu Gebäuden einberechnet. Außerdem haben sie auch Naturschutzgebiete und Orte, an denen die Errichtung von Windrädern gefährlich wäre, ausgenommen. Für die Autoren haben die Türkei, Russland und Norwegen das größte Potenzial für zukünftige Windenergie-Projekte.

Die ganze Welt mit Energie zu versorgen ist praktisch schwer umsetzbar

Das Ganze klingt theoretisch zwar sehr gut, ist praktisch aber leider schwer umzusetzen. Die elf Millionen Windräder könnten zwar bei einer Auslastung von 30 Prozent isngesamt 138.090 Terawattstunden erzeugen, was dem weltweiten Energiebedarf im Jahr 2050 entsprechen würde, Stromlässt sich aber nicht gut speichern und kann außerdem nur schwer über die Ozeane transportiertwerden. Windkraft steht zudem öfters in der Kritik, weil die Teile der Windräder nach ihrem Abriss nicht recycelbar sind. Diesen Umweltaspekt hat die Studie nicht berücksichtigt.

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